Crashkurs für Webdesigner – Suchmaschinenoptimierung fängt im Quellcode an

Suchmaschinenoptimierung – was ist das eigentlich?
SEO hat das Ziel, die eigene Webseite durch zielgerichtete Optimierung auf besseren Positionen bei den Google Suchergebnissen erscheinen zu lassen. Das Ranking wird davon bestimmt, wie relevant Google die jeweilige Webseite für den gewählten Suchbegriff einstuft. Klassische SEO Arbeiten sind nicht mit dem Programmieren verbunden. Der Webdesigner nimmt jedoch bereits durch seinen Quellcode Einfluss auf das Ranking der Internetpräsenz. Hier die wichtigsten SEO Tipps für Webdesigner im Überblick.

Überschriften strukturiert verwenden
Auf jeder Unterseite der Webpage darf es immer nur eine H1-Überschrift mit aussagekräftigem Inhalt geben. Da der Title-Tag am wichtigsten für die Suchmaschinen ist, sollte die H1-Überschrift dort ebenfalls stehen. Die eigentliche Reihenfolge der weiteren H-Tags ist irrelevant, solange die Hauptüberschft H1 immer an erster Stelle steht. Wichtig ist auch, dass H-Überschriften nicht innerhalb der Navigation, Sidebar oder des Footers verwendet werden. Sie dürfen ausschließlich im Inhaltsbereich genutzt werden.

Verschiedene Title-Tags setzen
Dieser Tag wird als Seitenüberschrift bei Google angezeigt. Er ist das erste Element einer ordentlichen Webseite und darf für SEO-Zwecke nicht vernachlässigt werden. Der Title sollte nicht länger als 70 Zeichen sein. Das entspricht in den Google Suchergebnissen circa einer Länge von 500 Pixeln. Um doppelte Inhalte zu vermeiden, sollte jede URL abseits des Firmennamens einen einzigartigen Title-Tag haben. Der Seitentitel soll die User zum Klicken animieren. Vermeiden Sie eine bloße Aneinanderreihung von Keywords im Titel. Die Google Search Console ist ein hilfreiches Tool, um zu kurze Title-Tags zu identifizieren.

Meta-Beschreibungen optimieren
In den Meta-Tags versteckt sich die Kurzbeschreibung der Webseite. Die Description hat eine ideale Länge von 170 Zeichen, andernfalls kann es vorkommen, dass der Text von Google nicht vollständig angezeigt wird. Auch hier sollte dublicate Content vermieden werden. Schreiben Sie einen einzigartige Zusammenfassung der Informationen, die den Nutzer zum Klick animiert.

seo-webdesign

 

Bilder für Google lesbar machen
Um sicherzustellen, dass Google den Inhalt Ihrer Bilddateien erkennt und bei der Indizierung beachtet, sollten Sie jedes Bild mit einem Alt-Tag versehen. Eine kurze Beschreibung des Bildes inklusive Keywords reicht aus, um die Inhalte für Suchmaschinen lesbar zu machen.

Usability-Standards beachten
Die Nutzbarkeit der Seite hat immer einen höheren Stellenwert als ihre Gestaltung – das leuchtet auch jedem Webdesign-Profi ein. Webprogrammierer müssen darauf achten, dass dem Nutzer eine intuitive Navigation ermöglicht wird. Das Menü sollte auf allen Endgeräten deutlich lesbar und leicht bedienbar sein. Leiten Sie die Besucher durch die Webseite und lenken Sie sie nicht mit knalligen Spezialeffekten vom Sinn ihres Besuchs ab. Sämtliche Inhalte sollten einer klaren visuellen Struktur folgen.

Ladezeiten sind ein Ranking-Killer
Lange Ladezeiten wirken sich negativ auf das Ranking jeder Webseite aus, da viele User eine Seite verlassen, wenn sie zu lange lädt. Da Suchmaschinen wie Google und Co. die Absprungrate mit in das Ranking einfließen lassen, sollten Sie Ihre Inhalte gut komprimieren. In Bildern und Videos steckt oft noch Verbesserungspotential. Sie können die Ladezeiten Ihrer Webseite mit verschiedenen Tools wie Googles PageSpeed Insights überprüfen und die größten Zeitfresser zu identifizieren.

Sitemaps erstellen und im CMS hinterlegen
Die meisten gängigen Content Management Systeme unterstützen die Verwendung einer Sitemap.xml Datei. Sie hilft den Suchmaschinen dabei, Ihre Webseite besser zu verstehen. Dadurch werden sind intern verlinkte Seiten leichter zu finden und zu indexieren.

sitemaps

Robots.txt beachten
Suchmaschinen nutzen zum Durchforsten des Internets sogenannte Crawler. Mit der Robots.txt Datei ist es Ihnen möglich, bestimmte Bereiche vor den Crawlern zu verstecken. Nachdem die Webseite online ist, sollten Sie die Robots.txt Datei kontrollieren, da falsche Einträge das Auslesen Ihrer Inhalte verhindern können. Die Google Search Console zeigt unter dem Reiter „Crawling“ im Abschnitt „robots.txt-Tester“ alle Einträge der Datei an.

Doppelte Inhalte vermeiden
Content darf aus urheberrechtlichen Gründen niemals direkt übernommen werden. Doch auch Templates oder kleine kopierte Snippets werden von Google oftmals als Duplicate Content gewertet. Wenn Sie mit Ihrer Webseite ein gutes Ranking erzielen wollen, müssen alle Inhalte einzigartig sein.

Wenn Sie diese SEO Regeln für Webprogrammierer und professionelle Mediengestalter befolgen, sorgen Sie von Anfang an für eine gute Grundlage für weitere Suchmaschinenoptimierungen. SEO fängt bereits im Quellcode an und sorgt durch ein paar leichte Tricks für ein besseres Google Ranking.

vor 4 Monaten